Programmierung heutzutage…

In meiner kleinen Welt gibt es neben meinen Aufgaben mit Server-Betriebssystemen und Serverdiensten im Intranet und Internet das Wurschteln im MS Dynamics NAV 2015 – Development-Environment. Dessen „funktionale Programmierung“ empfinde ich nicht mehr als zeitgemäß: tausende Programmierer fangen immer wieder von vorne an, den gleichen Code zu schreiben, um weiteren Programmierer-Horden dadurch die neue Aufgabe erwachsen zu lassen, wieder überall in verschiedensten Ecken des „Development Environments“ umherzuklicken, um diese Codeschnipsel zu finden, die sie dann ausschneiden und an anderer Stelle ergänzt einsetzen. Dann wird ein paar Monate später alles nochmal in tagelanger C&P-Arbeit angefasst, wenn ein Upgrade der kompletten Installation gefahren werden soll – falls es nach den notwendigen, individuellen Firmenanpassungen überhaupt noch möglich ist, ein Upgrade zu fahren.

Daneben existiert die WordPress- (u.a. OpenSource-CMS-, Webshop- und Blog-) Systemwelt unter php mit Javascript-Anbauten, hier wird ähnlich krude gecodet, upgedated, upgegraded und fleißig alt zu neu migriert.

Die Evolution in der Programmierung wird in Systemen verankert, die selbstverständlich veralten. Evolution in der Programmierung bedeutet, dass die Erkenntnisse im Laufe der Jahre der Programmierer-Generationen auch in die Technik umgesetzt werden. Die neuen Techniken OOP, AOP, IoC bzw. DI, Convention over Configuration, Continuous integration und Iteration, d.h. u.a. Entwicklung nah an den Ansprüchen und teilweise irrigen Vorstellungen der Kunden, Microservices uva. können in alten Systemen nur unter unmäßigem Aufwand integriert werden – wobei mit Microservices zum Teil alte Systeme neben neuen Systemen lauffähig gemacht und gehalten werden können.

Und was bringen die neuen, wesentlich modulareren Ansätze der Programmierung? Viele, viele, viele Bibliotheken, die von Buildtools zusammengehalten und von Frameworks herangezogen werden und mit denen dann in Stufen (in einfachster Form: development, staging, production) entwickelt, geprüft und veröffentlicht wird. Wieder selbstverständlich wird „24/7 – international“ an den Bibliotheken, Buildtools, Überwachungs- und Deployment-Serverdiensten gefeilt, weswegen das Updaten und Upgraden bereits in die Entwicklungsphase gehört und einiges an Zeit frisst. Wehe dem, der sich dabei noch um Lizenzen einzelner Teile des Systems kümmern muss!

Für den Entwickler bedeutet der erste Schritt des Kampfes, sich für Plattform-Unabhängigkeit, mobile-first und PWA, Kombination verschiedener Frontend- und Backend-Technologien, VM’s und Linux-Containern in die „Configuration of your IDE“ zu stürzen, und zwar auf dem MacBook unter Darwin, unter verschiedenen Linux-Systemen und den sturen Windows-Versionen, die bestenfalls Linux-Container zu unterstützen versuchen. Daneben liegt neben dem immer neuesten iPad ein altes Gerade-so-Smartphone mit Drosselsoftware drauf, die die Datenrate drückt, um die Realitäten „im Busch“ oder in Deutschland nachzustellen.

Und eine einfache Webpräsenz wird unter Usability-Aspekten, i18n (Internationalisation) und Localisation, Security-Conception und SEO-Maßnahmen ein Höllending. Aber jhipster ist halt einfach auch geil 🙂

„Des is‘ wie wenn’de vom IKEA Kleinkind-Bällebad endlich zur Kindergarten-Gruppe hochrutschst, die schon mit Lego spielen darf…“

Jochen@jhipster.de
Jochen@hochzeit.gebsattel.rocks

Mit Open Source siegt die Vernunft

Gerald Pfeifer sieht die Sache ganz pragmatisch: „Die Kunden brauchen Software, die funktioniert“, sagt der Österreicher, der bei der Nürnberger Software-Firma Suse die Bereiche Produkte und Services leitet. „Wenn’s nicht tut oder zu langsam arbeitet, ist es keine Option.“ Es, das ist Software, die man auch in Fachkreisen noch vor einigen Jahren vielfach belächelt hat. Oder, wie der Windows-Hersteller Microsoft, mit Krebs verglichen und bekämpft hat, wo es nur ging: Open-Source-Software, auch freie Software genannt.

Software also, deren Quellcode jedermann zur Verfügung steht, die jeder verändern darf. Man übertreibt kaum, wenn man feststellt: Diese Software regiert inzwischen die Welt. Und ja, sie ist eine Option, eine Option, die immer häufiger gezogen wird.

„Open-Source-Software ist in vielen Bereichen zum Standard geworden“, sagt Peter Ganten, Chef der Bremer Open-Source-Softwarefirma Univention und Chef der Open Source Business Alliance. „Google, Facebook, Amazon – sie alle basieren auf Open-Source-Software“, sagt Ganten, „auch Android“, also Googles Betriebssystem, das die weitaus meisten Smartphones antreibt sowie viele andere Geräte.

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Quelle: Die Süddeutsche Zeitung

Weichzielscheibenkleister

Was bin ich, wenn sich das Da-Sein unzähliger menschlicher Individuen auf den Begriff "Weichziele" reduziert?

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Große Koalition –
von Lämmern und Schlächtern

Der Rubel rollt. Egal mit welchem Feinstaub-Ausstoß. Wir halten unseren Rekord im Waffenexport. Schattenbanken hatten noch nie so ein schönes Dasein. Die reiche Oberschicht bekommt weiterhin den verdienten Schampus zur jahrzehntelangen Feier des gewonnenen Siegs. Abfall ist nicht unser Problem – wie wir auch sonst alles Böse exportieren, um mit dem deutschen Zeigefinger wedeln zu können. Die Rente ist sicher – recht klein. Bei immer mehr Menschen gibt es immer mehr Einsamkeit. Krankenversicherungen bauen die schönsten und größten Gebäude. Das Grundgesetz existiert dröge vor sich hin, der Schutz durch die drei Säulen ist gründlich dran vorbei abgeschmiert worden. „Der Wohlstand wächst“ bedeutet, es wird mehr und mehr eingekauft und verkauft. Die wachsende Wirtschaftsmacht Weniger ist Gott, Eltern, Tradition, einziges Argument, duldet keinen Widerspruch, kein Denken, hält warm und macht glücklich. Die Börse kontrolliert das Leben, schon längst von menschlicher Steuerung gelöst.

Das Leben ist schön!
Je älter ich werde, desto leichter lässt sich sehen, dass nur Dummheit hässlich macht. You cannot reach me now…

Fussball Gott

Schiedsrichter-Video-Assistenten. Klar. Das ist eine Verbesserung zum Schiedsrichter und seinen Assistenten an den Linien.

Und sobald die Robotik weit genug ist, brauchen wir auch die überbezahlten Weltfussballspieler nicht mehr. Da sind die unermüdlichen IoTen eine Verbesserung zu den Spielern.

Sehr gut.

Aufklärung und die
industriellen Revolutionen

Unbedingt sehenswert:
Beschreibung: Das Microsoft-Dilemma – Europa als Software-Kolonie
Anschauen: Link zum Video

Schon Kant sagte…

Es ist erstaunlich, wie wenig Politiker wie der Oberbürgermeister der Stadt München, Dieter Reiter, auf Fachleute hören. Sie können eben alles besser: also, Schildbürger Dieter, regedit auf, wenn die GPOs wie üblich klemmen – und los geht’s! (siehe auch: tz – 20.02.2018)
A propos „regedit“: „PuTTY“ steckt bei MS auch in „InputTypes“, „OutputTypes“…